Buffalo Bill's Wild West Show

Gut Zielen will geübt sein

Buffalo Bill's Wild West Show - Gut Zielen will geübt sein - Wir müssen reden

In dieser Folge zücken Fjalk und Bacon L'Orange ihre Pistolen und werfen mit Messern um sich in Buffallo Bill’s Wild West Show oder waren es die Rodeo Games? Nebenbei klären dabei die folgenden Fragen:

  • Wie viele Freiwillige haben wir beim Messerwerfen verschlissen?
  • Wie schneidet es ab, im Vergleich zur “Games”-Serie von Epyx?
  • Wo sind unsere überwältigenden Reflexe von früher geblieben?
  • Allein oder gegeneinander? Wie macht es mehr Spaß?
  • Mussten wir den Sheriff abschießen - oder sollten wir das eher nicht machen?

In dieser Episode beschäftigen wir uns mit „Buffalo Bills Wild West Show“, einem Spiel aus dem Jahr 1989, das uns in die Welt des Wilden Westens entführt. Dabei werfen wir einen detaillierten Blick auf die verschiedenen Minispiele, die in der Western-Show stattgefunden haben. Zuerst klären wir, wie viele Freiwillige beim Messerwerfen zu leiden hatten, und vergleichen die Erfahrungen dabei mit der Games-Reihe von Epix.

Für jede Disziplin wird ein detaillierter Überblick gegeben, von den Herausforderungen des Kälber-Einfangens bis hin zum Trickschießen, wo wir Punkte für präzises Zielen und Schießen auf die richtigen Figuren erhalten. Auch die Musik und die Gestaltung des Spiels werden gewürdigt, wobei spezielle Stücke wie die amerikanische Nationalhymne und klassische Melodien thematisiert werden.

Am Ende der Episode ziehen wir Bilanz über die Eindrücke, die das Spiel hinterlassen hat, und reflektieren über die Bewertung in der damaligen Presse sowie im heutigen Kontext. Wir geben persönliche Einschätzungen ab, was die Spielmechaniken und den Spaßfaktor anbelangt, und schließen mit unseren persönlichen Wertungen ab, die sowohl nostalgische als auch objektive Aspekte berücksichtigen.

Spielname
Buffalo Bill's Rodeo Games, Buffalo Bill's Wild West Show
Jahr
1989
Firmen
MicroValue, Subway Software, Tynesoft Computer Software
Personen
Steve Tall, Bruce Nesbit, Paul Dummond, David Whittaker
Plattformen
Amiga, Amstrad CPC, Atari ST, BBC Micro, Commodore 64, PC, ZX Spectrum
Der Startbildschirm des Spiels Buffalo Bill's Wild West Show

Wertungskasten

Power Play Ausgabe: 10/89 System: Atari ST Wertung: 52%
ASM Ausgabe: 10/89 System: Amiga Wertung: 10/12
Als der Westen nicht mehr ganz so wild war, die Büffelherden verschwunden und man in den "zivilisierten Gegenden" der Welt eine sehr romantisierte Vorstellung von der Eroberung des Westens hatte, ergriff William Cody – bekannter unter dem Namen Buffalo Bill – die Gelegenheit daraus ein Geschäft zu machen und tourte mit seiner Wild-West-Show durch Europa und die amerikanischen Großstädte.
Gut einhundert Jahre später entschied man sich bei Tynesoft daraus eine Spielumsetzung zu schaffen. Buffalo Bill's Rodeo Games ist eine Sammlung von verschiedenen Minispielen, in denen wir uns in das bunte Zirkustreiben stürzen und cowboy-klischee typisch reiten, schießen, mit dem Lasso werfen und andere halsbrecherische Attraktionen erleben.
Je schneller und präziser wir sind, desto mehr Punkte sammeln wir. (Juhu! Eine Highscore-Liste!)
Das Ganze wird in hübscher Pixelpracht inszeniert und prächtig dargestellte Vorschaubilder stimmen uns auf die jeweilige Disziplin ein und wecken so unsere eigenen Vorstellungen vom wilden Westen. Auch die Musik stimmt uns auf das Spiel ein, indem einige bekannte Klassiker gut umgesetzt wurden.
Wieso darf ich beim Trickschießen nicht den Sheriff erschießen? Der Song geht doch so!?
Portrait von Fjalk
Fjalk
Ich versuche beim Messerwurf noch etwas mehr Punkte zu bekommen … Oh, naja, passiert
Portrait von Bacon L'Orange
Bacon L'Orange
Knife Throwing
Wir werfen hier mit Messern auf eine Zielscheibe. Damit dies nicht zu einfach wird, ist an dieser eine sicherlich Freiwillige befestigt. Diese dürfen wir nicht treffen. Je weiter innen wir die Zielscheibe treffen, desto mehr Punkte gibt es. Sobald wird die Freiwillige treffen wird der Bildschirm rot und die Runde ist vorbei.
Trick Shooting
Im ersten Teil ploppen immer Schilder auf, auf denen entweder Räuber, ein Sheriff oder Unschuldige sind oder Personen, welche uns den Rücken zudrehen. Nur die Räuber dürfen wir abschießen.
Trick Shooting
Im zweiten Teil wirft jemand Flaschen, diese müssen wir erwischen, bevor diese am Boden zerschellen. Diesen Teil gibt es beispielsweise in der C64-Version des Spiels nicht.
Bronco Riding
Reiten auf einem Pferd. Wir müssen schauen, dass wir auf die schnellen ruckartigen Bewegungen des Pferdes reagieren und nicht aus dem Sattel fliegen. Je länger wir drauf bleiben, desto mehr Punkte gibt es.
Stagecoach Rescue
Wir müssen zu einer Pferdekutsche reiten und dabei den auf uns zukommenden Gepäckstücken ausweichen. Sobald wir auf der Kutsche sind, geht es in einen Nahkampf mit einem Ureinwohner, den wir schnell besiegen müssen, um möglichst viele Punkte zu bekommen.
Calf Roping
Auf einem Pferd müssen wir an das Kalb heran reiten und dieses mit einem Lasso einfangen. Das Kalb ändert dabei gerne seine Position und wir müssen im richtigen Abstand das Lasso werfen und das Kalb danach stoppen.
Steer Wrestling
Hier müssen wir mit einem Pferd an den Stier heran reiten, auf diesen Springen und danach niederringen. Erneut ist Position und Timing wichtig, bevor im zweiten Teil vor allem sehr schnell gerüttelt werden muss.

Longplay zum Spiel

Auch diesmal zeigen wir euch hier ein Let's Play von Wold of Longplays.

Reitet Buffalo Bill an der Konkurrenz vorbei?

Tynesoft veröffentlichte 1989 mit Buffalo Bill’s Wild West Show ein Spiel, welches den Epyx-Spielen der Games-Reihe recht ähnlich ist. Mit Joystick-Akrobatik müssen wir unterschiedliche Aufgaben bewältigen, mal mit Lasso, auch mal Messer schmeißen und wir verfolgen einen rumpelnde Kutsche. Doch hat das englische Studio es geschafft, ein Spiel zu liefern, welches sich mit der großen Epyx-Konkurrenz messen kann?
Western Setting
Nicht Olympia, Winter-Spiele oder Mischungen an Sportarten aus aller Welt stehen hier zur Auswahl, sondern alles Minispiele, welche sich dem Western-Setting gut zuordnen lassen. Sei es Messerwerfen, Bronco-Reiten, das Zielschießen, das alles passt zum Wilden Westen.
Multiplayer-Gaudi
Besonders im Multiplayer machten solche Spiele natürlich am meisten Spaß. Auch hier gelingt das gegenseitige Pushen durch mehrere Spiele wunderbar und endet meistens in dem Sieg einer spezifischen Disziplin, die dann zum Gesamtsieg führt.
Präsentation
Die Präsentation ist wundervoll für 1989. Die Introbilder könnten von Cinemaware gepixxelt worden sein und auch die Grafiken in den Minispielen sehen hübsch und detailliert aus.
Musik
Die Musik mit den unterschiedlichen bekannten Westernmelodien unterstreichen die Stimmung und erhöhen die Immersion.
Mischung aus Geschick und Chaos
Nicht reines Joystick-rütteln, sondern ein balanciertes Können und das Rütteln sorgen in den Disziplinen zum Erfolg.
Jahrmarkt Charme
Es wirkt teilweise ein bisschen wie der Besuch von Buden in einer Westernstadt. Nur dass wir um die höchste Punktzahl, anstatt um das kleine Plüschspielzeug kämpfen.
Schwierigkeitsgrad der Disziplinen
Anders als bei der Epyx-Konkurrenz ist der Schwierigkeitsgradunterschied bei den einzelnen Disziplinen sehr groß. Dies war damals schon so und führt heute erneut zu Frustrationen und dem Verzweifeln an der Steuerung.
Unfaire Trefferabfragen
Bei einigen der Disziplinen entscheidet gefühlt eher der Zufall als das Timing über den Erfolg, was uns grade beim Lasso werfen und dem Bull-Riding stark stört.
Da haben wir wohl das Ziel verfehlt (obwohl wir eindeutig getroffen haben).

Die Spiele-Archäologen Wertung zu Buffalo Bill's Wild West Show

Es macht Spaß, auch wenn ich damals in allen Disziplinen definitiv besser war, ist es immer noch für eine kurze Runde gut, kommt aber nicht ganz an Klassiker wie California Games heran.
Portrait von Bacon L'Orange
Bacon L'Orange: 7/10
Hätte ich einen vernünftigen Joystick, hätten mir einige Disziplinen sicherlich mehr Spaß gemacht. Manche Spiele sind aber auch einfach nur absurd schwer und erfordern Reflexe des Todes. Ich gucke in deine Richtung Bronco!
Ansonsten ist alles herrlich atmosphärisch, grafisch immer noch ein Hingucker und auch die Musik ist gar nicht mal so übel.
Portrait von Fjalk
Fjalk: 6.5/10

Wertung der Spiele-Archäologen: 6.75/10 Punkten