Outlaws

Bring als erstes das Kind um!

Outlaws - Bring als erstes das Kind um! - Wir müssen reden

In dieser Folge wird es für Fjalk und Bacon gefährlich, wenn wir wild um uns schießen in Outlaws, dem Spaghetti Western-Shooter von Lucas Arts und dabei die folgenden Fragen klären:

  • Wie sehr ist der Marshall von Clint Eastwood inspiriert?
  • Warum lässt uns das Spiel nicht mit Tieren interagieren?
  • Hat Outlaws den besten Soundtrack der Spielegeschichte?
  • Können die Schwierigkeitsgrade überzeugen?
  • Fahrende Züge sowie ein neuartiger Snipermodus, bot das Spiel sonst noch mehr?

In dieser Folge sprechen wir über Outlaws von LucasArts, einen Story-Shooter im Wilden Westen, der 1997 für Windows erschienen ist. Wir ordnen außerdem die kostenlose Erweiterung A Handful of Missions ein und erwähnen das Nightdive-Remaster von 2025, das wir im Vergleich zum Original mit betrachtet haben.

Wir sprechen über die Technik des Spiels und die verwendeten Engines. Outlaws nutzt eine weiterentwickelte Dark-Forces-Engine für das eigentliche Spiel und die Insane Animation Engine für die Zwischensequenzen. Dabei heben wir hervor, dass das Spiel trotz des Erscheinungsjahres noch mit 2D-Sprites arbeitet und viele Level mit großer Vertikalität und komplexer Architektur gestaltet sind.

Wir gehen selbstverständlich auf die Musik ein, die stark vom Spaghetti-Western geprägt ist, sowie auf das Sounddesign mit den vielen Zurufen der Gegner. Zudem sprechen wir über die Filmsequenzen, die die Handlung zwischen den Levels erzählen, und die späteren Patches und Remaster-Änderungen.

Inhaltlich verfolgen wir die Geschichte des Marshals James Anderson, dessen Frau getötet und dessen Tochter entführt wird. Dahinter steckt Bob Graham, gegen den wir uns durch verschiedene Level kämpfen. Wir sprechen dabei auch über einzelne Stationen wie die Farm, die Westernstadt, den Zug, das River Basin, die Sägemühle, die Mine, die Siedlung in den Klippen und die Ranch.

Spielname
Outlaws, A Handfull of Missions, Outlaws: Die Gesetzlosen
Jahr
1997
Firmen
LucasArts
Personen
Stephen R. Shaw, Daron Stinnett, Lleslle Aclaro, Clint Bajakian, Kevin Schmitt, Graham Annable, Ray Gresko
Plattformen
PC
Der Startbildschirm des Remasters von Outlaws

Wertungskasten

PC Games Ausgabe: 06/97 Wertung: 82%
Play Time Ausgabe: 06/97 Wertung: 3/5
PC Joker Ausgabe: 06/97 Wertung: 78%
Power Play Ausgabe: 06/97 Wertung: 54%
Revolver, fiese Schurken, ein einsamer Rächer, eine gut erzählte Geschichte und dann noch ein von einem Genie inspirierter Soundtrack?
Wer jetzt nicht sofort an Outlaws von Lucas Arts denkt, ist entweder noch jung oder hat es, wie ein gewisser Spielearchäologe, bisher versäumt, sich diesen Klassiker genauer anzuschauen.
Die Schussanimationen, besonders die Nachladeanimation sehen geil aus.
Portrait von Bacon L'Orange
Bacon L'Orange
Während wir uns als ehemaliger Marshall in jedem Level um einen weiteren Schergen des Oberbösewichtes kümmern, der dafür verantwortlich ist, dass unsere Frau getötet, unsere Farm niedergebrannt und unsere Tochter entführt wurde, begleitet uns fulminante Musik, die von den Werken des legendären Komponisten Ennio Morricone inspiriert wurde und eine großartige Stimmung erzeugt.
Auch die Entwickler haben sich für diese Rachegeschichte mehr von den Italo-Western mit ihrer Brutalität und Düsternis inspirieren lassen, als von den Filmen aus Hollywood, wo viel klarer zwischen gut und böse getrennt wird.
Where are you Marshall?
- Jeder Bösewicht
Und so schießen wir uns durch die Reihen der Gegner, ohne nach Moral und Recht zu fragen, denn immer geht es darum, den Entführern auf den Fersen zu bleiben, um unsere Tochter doch noch befreien zu können.
Bossgegner, die am Ende doch mehr sind als nur böse.. mehr davon!
Portrait von Fjalk
Fjalk

Das Nightdive Remaster

Die Nightdive Studios haben es erneut getan. Sie haben ein Remaster eines LucasArts-Klassikers erstellt. Nach Dark Forces haben sie sich auch Outlaws zugewendet und dabei einige Anpassungen am Spiel vorgenommen, damit wir es auch heute noch genießen können. Die wichtigsten Anpassungen einmal zusammengefasst. Die meisten der Bilder auf der Webseite stammen aus dem Remaster.
Auflösung und FPS
Im Remaster können wir das Spiel in 4K, mit 120 FPS und hochaufgelösteren Texturen genießen. Die Figuren bleiben weiterhin 2D-Sprites, so dass die ursprüngliche Stimmung erhalten bleibt.
Auf Wunsch können wir aber jederzeit zwischen dem neuen und alten Look hin und herschalten.
Zwischensequenzen
Die Zwischensequenzen wurde nicht überarbeitet, aber sie liegen nun unkomprimiert vor, was auf modernen Monitoren deutlich angenehmer wirkt.
Steuerung
Die Steuerung ist frei konfigurierbar. Da das Spiel aber auch auf Konsolen erschien, gibt es zusätzlich die Unterstützung für Controller.
Crossplay-Multiplayer
Wir haben zwar im Multiplayer niemanden angetroffen, aber können das Spiel heutzutage auch gegen Freunde auf anderen Systemen spielen.
A Handful of Missions
Die Erweiterung ist auch im Remaster enthalten, so dass wir den Umfang des Hauptspiels sowie der Extramissionen haben.
Bonusmaterial
Nightdive typsich finden wir hier viele Extras, seien es Skizzen, Charaktermodelle, Informationen von den Entwicklern sowie den kompletten Soundtrack des Spiels.
Achievements
Ein Spiel ohne Achievements gibt es heutzutage nicht mehr, so hat auch Nightdive hier einige eingebaut.
Blizzard-typisch ist es einsteigerfreundlich - Schafft man eine Liga nicht, darf man sie nochmal probieren, es ist nicht gleich Game Over.
Portrait von Bacon L'Orange
Bacon L'Orange

Outlaws - PC - 1997 / 2025 - Intro und die erste Mission

Bacon spielt im Remaster von Outlaws, welches von den Nightdive Studios stammt, den ersten Level und versucht seine entführte Tochter zu finden. Das Original stammt von LucasArts und verbindet eine spannende Spaghetti-Wester-Handlung mit einem Shooter, bei dem vor allem die Musik und die Sprüche der Gegner im Gedächtnis bleiben.
Ich bewundere immer noch, dass sie damals einen fahrenden Zuglevel eingebaut haben.
Portrait von Bacon L'Orange
Bacon L'Orange

Kann Outlaws überzeugen oder kam es einfach zu spät heraus?

Kam das Spiel einfach nur mehr als ein Jahr zu spät heraus oder ist die Atmosphäre und die Geschichte, welche ein Spiel erzählt, wichtiger als die Grafik? An diesen Fragen spaltete sich damals nicht nur die Presse, sondern auch die Spieler. Wir wollen die wichtigsten Punkte des Spiels hier kurz zusammenfassen.
Das Setting
Woanders müssen wir gegen Aliens oder Dämonen bestehen, in diesem Spiel geht es in den Wilden Westen. Ohne Waffen oder Gadgets aus der Zukunft.
Die Western-Atmosphäre
Das Spiel zeigt, wie man dem Spieler das Gefühl gibt, einen klassischen Spaghetti-Western spielen zu können. Die Musik und die Action und die Interaktion zwischen den Charakteren.
Das ist großes Kino.
Der Soundtrack
Die Musik, welche damals auch direkt im CD-Player abspielbar war, ist eines der Highlights des Spiels. Es klingt fast, als wäre hier Ennio Morricone am Werk gewesen. Dabei wurde hier mit wenig Budget wirklich viel erreicht.
Die Comic-Zwischensequenzen
Alle Zwischensequenzen sind wunderbar gezeichnet, man sieht nur im Intro einmal, dass hier wohl Polygon-Figuren animiert wurden. Und auch der flüssige Übergang zwischen der Action und den Sequenzen sorgt dafür, dass der Spieler im Spiel bleibt und holt uns noch tiefer in das Spiel.
Das Nachladen
Anstatt ganzer Magazine laden wir hier die Patronen einzeln nach und müssen uns manchmal entscheiden: Nur 2 Patronen nachladen und direkt weiterballen oder opfern wir die Zeit und laden komplett nach?
Die Level
Die Level sind sehr unterschiedlich, vom fast verlassenen Dorf, über eine Zugfahrt, durch Canyons und Bergwerke.
Genau wie in Dark Forces, bietet das Spiel aber auch viel Vertikalität in den Leveln, die obendrein auch recht riesig sind.
Die Mechaniken
Wir ballern nicht nur wild um uns, sondern müssen auch Zahnräder bedienen um beispielsweise im Sägewerk den Stand des Wassers zu verändern.
Die Erweiterung
Mit A Handful of Missions bekamen Spieler noch eine kostenlose Erweiterung. Diese brachte einige neue Level, zwar ohne Zwischensequenzen.
Generell pflegte LucasArts noch einiges nach, so kam neben einem Patch für 3dfx-Grafikkarten auch noch einige Zeit später ein Patch für D3D-Grafikkarten heraus.
Die veraltete Grafik
Das Spiel erschien einige Zeit nach Quake und Spieler erwarteten hier 3D-Charaktere und Umgebungen. Das Spiel bot aber nur 2D-Pixelcharaktere und auch viele der Gegenstände in Leven wirken nur wie Pappkulissen.
Der Schwierigkeitsgrad
Die Schwierigkeitsgrade (The Good, The Bad und The Ugly) spielen sich sehr unterschiedlich. Auf dem einfachsten sind die Gegner hauptsächlich bewegende Ziele. Ab dem mittleren müssen wir aufpassen und das Spiel wird immer mehr ein Spiel, bei dem wir uns langsam voran bewegen und versuchen Gegner auf große Entfernung zu erledigen.
Die Bosse erledigen uns gerne mit einem Schuß. Hier müssen wir also höllisch aufpassen.
Komplexität der Level
Einige der Level sind einfach schon zu groß und wir haben einiges an Backtracking vor uns. Wer einen Level nicht am Stück spielt für den wird es noch schwerer.
Die Gegner-KI
Die Gegner nehmen nur selten Deckung und arbeiten nicht wirklich zusammen. Hier wäre damals auch schon mehr möglich gewesen.
Don’t be a Fool, Marshall!
- Jeder Bösewicht

Outlaws - Alle Zwischenequenzen

Alle Zwischensequenzen des Spiels Outlaws am Stück.

Die Spiele-Archäologen Wertung zu Outlaws

So, die rosa-rote Brille ist aufgesetzt. Ich habe es damals runtergsetzt gekauft, vermutlich mitte 98. Da war es schon echt veraltet, aber es hat mir so viel Spaß gemacht, die Musik ist genial, den Soundtrack, hab ich tausendmal gehört.
Portrait von Bacon L'Orange
Bacon L'Orange: 8.5/10
Wäre da nicht diese großartige Musik mit der tollen Inszenierung der Story… ach, alleine schon die Credits zu Beginn, die man heute ja irgendwo in Unterpunkten des Hauptmenüs suchen müsste…
Wäre also das ganze stimmige Drumherum nicht, ich hätte nicht viel Freude an dem Spiel gehabt.
Ein großer Pluspunkt: Tote Gegner bleiben tot! Ansonsten hätte ich bei dem vielen Backtracking einen Schreikrampf bekommen. Zusammengefasst: Ich bin wohl einfach zu alt für Shooter.
Portrait von Fjalk
Fjalk: 6.5/10

Wertung der Spiele-Archäologen: 7.50/10 Punkten