Turok: Dinosaur Hunter
Turok: Dinosaur Hunter - Mit dem Bogen gegen die Zensur - Wir müssen reden
In dieser Folge tauchen Stormi und Bacon in das verlorene Land ein und sprechen über Turok: Dinosaur Hunter von Acclaim. Dabei klären wir die folgenden Fragen:
- Finden wir die geschnittene Deutsche Version toll oder eher nicht so?
- Ist der Bogen die beste Waffe oder bevorzugen wir eher andere?
- Egoshooter und Super-Mariohafte Erkundung. Kann das funktionieren?
- T-Rex oder Triceratops? Wer gewinnt den Schwanzvergleich?
- Kann der Bacon seine Meinung von damals noch mal anpassen?
In dieser Episode beschäftigen wir uns mit dem Spiel "Turok: Dinosaur Hunter". Wir tauchen tief in die spannende Welt des ursprünglich 1997 für das Nintendo 64 veröffentlichten Ego-Shooters ein und erkunden dieses und die Neuerungen der Remaster-Version von 2015. Gemeinsam diskutieren wir dabei verschiedene Aspekte wie die Unterschiede zwischen der geschnittenen deutschen Fassung und der ungeschnittenen Originalversion sowie die zentralen Fragen, die sich rund um die Spielmechanik und das Gameplay ergeben.
Wir beschäftigen uns insbesondere mit der Waffenwahl im Spiel und der Frage, ob der Bogen tatsächlich die beste Waffe ist oder ob andere Optionen wie die verschiedenen Schrotflinten nicht doch die bessere Wahl darstellen. Im Verlauf des Gesprächs kommt es zu einer interessanten Debatte darüber, wie der Mix aus Ego-Shooter-Elementen und Erkundung à la Super Mario funktioniert und ob diese Kombination das Spielerlebnis bereichert oder eher verwirrend wirkt.
Wir reflektieren darüber, ob sich Bacons Meinung über das Spiel von früher noch einmal überdenken kann, oder ob die damalige Einschätzung bestand hat.
Stormi und Bacon werfen auch einen Blick auf die Entwicklung von Iguana Entertainment, dem Studio hinter Turok, und ihre Reise von der Sportspielproduktion zu einem der ersten großen Ego-Shooter für Konsolen. Die Erzählung reicht von der Inspiration, die sie vom klassischen Shooter-Gameplay erhielten, die Verwendung von Motion-Capturing-Technologie und den kreativen Umgang mit der begrenzten Hardware des N64.
Ein spezieller Augenmerk wird auf die Gegner im Spiel gelegt, von den ersten menschlichen Feinden bis hin zu verschiedenen Dinosauriern, die sich im Laufe der Levelentwicklung zeigen. Wir beleuchten die Vielfalt der Gegner und deren spezielle Fähigkeiten, sowie die unterschiedlichen Bosskämpfe, die das Spiel zu bieten hat.
- Spielname
- Turok, Turok: Dinosaur Hunter
- Jahr
- 1997
- Firmen
- Acclaim, Iguana Entertainment, Nightdive Studios
- Personen
- David Dienstbier, Jeff Spangenberg, Darin Stubbington, Robert Cohen
- Plattformen
- Nintendo 64, PC




Für mich ist es weniger ein Shooter, sondern schon eher etwas explorativer, nicht wie Tomb Raider, aber ein Mix aus Shooter und dem Lara Croft-Abenteuer.

Bilder zu Turok: Dinosaur Hunter

Die Geschichte hinter Turok (Spiel und Comic in kurz)
Dem Publisher Acclaim ging es Anfang der 90er wirklich gut. Das Studio hatte einige erfolgreiche Lizenzspiele umgesetzt. Leider waren diese teilweise zu erfolgreich, sodass sich die Lizenzgeber überlegten, dass es eventuell in Eigenregie noch ertragreicher wäre die Spiele entwickeln zu lassen.
Acclaim hatte aber einiges an Geld zusammen und gab cirka 10 Millionen Dollar für ein Motion-Capturing Studio aus, damit die nächste Generation von Spielen, noch realistischere Animationen bietet und kaufte größer ein.
Acclaim hatte aber noch Geld übrig und kaufte Valiant im Jahr 1996. Valiant war zu dem Zeitpunkt einer der größten Comic-Verlage in Amerika und Acclaim hatte vor, viele der Lizenzen von Valiant zu nutzen. Sie beauftragten Iguana ein Spiel zu einer der Lizenzen zu machen und diese entschieden sich dafür, dass Sie es mit TGurok probieren wollten. Die erste Idee war ein 3D Plattformer hiermit umzusetzen für das angekündigte Nintendo 64 (welches damals noch Ultra 64 hieß). Iguana war zu dem Zeitpunkt vor allem auf Sportspiele auf 16-Bit Maschinen spezialisiert und war unter anderem an der Entwicklung von NBA Jam beteiligt gewesen.
Im Laufe der Entwicklung merkte Iguana allerdings, dass ein 3D Plattformer nicht ideal wär und sie entschieden sich, aus dem Spiel einen grafischen Vorzeigetitel für das N64 zu erstellen und dabei die Elemente aus Shootern und Jump’N Run zu verbinden und dabvei besonderes Augenmerk auf die First Person Ansicht zu setzen sowie auf große erkundbare Bereiche.Das Spiel sollte zum Erscheinungszeitpunkt des N64 herauskommen, allerdings mussten Sie es verschieben und es erschien erst im Jahr 1997, war dennoch der erste First Person Shooter, sowie das erste Spiel eines Nicht-Nintendo-Studios für die neue Konsole.
Den Comic-Charakter Turok gab es zu diesem Zeitpunkt bereits einige Jahre. Er trat zuerst im Jahr 1954 in Erschienung, als Turok, Son of Stone. Er verirrte sich mit seinem Bruder in einer Höhle und kamen im verlorenen Tal an, wo sie auf Dinosaurier trafen.
Dem ersten Auftritt folgte einige Jahre später dann ein eiegener Comic, welcher bis 1982, jeweils mit kurzen Pausen erschien.
Valiant besaß anfang der 90er die Turok Lizenz und belebete diese ab 1992 wieder und verapsste dem Charakter auch einige Anpassungen. So wurde aus dem Son of Stone dann der Dinosaur Hunter. Das Lost Valley wurde zum Lost Land, in dem sich die Zeit in einer geschlossenene Schleife befindet.
Da Acclaim 1997 nicht mehr nur eine Spielepublisher sondern auch ein Comic-Verlag war, veröffentlichten Sie auch zum Videospiel passende Comics und passte die Comics weiter an. Es gab nicht mehr nur noch einen Turok, sondern dies war ein Titel für die Charaktere, welche die Grenze zwischen unserer Welt und den Lost Lands beschützten. Die Geschichten der Turok-Spiele wurden auch in den Comics weitererzählt und auch die Charakter aus dem Spiel kommen in diesen vermehrt vor.
Turok: Dinosaur Hunter - PC - 1997 - Intro und der Anfang vom ersten Level
Für mich ist es weniger ein Shooter, sondern schon eher etwas explorativer, nicht wie Tomb Raider, aber ein Mix aus Shooter und dem Lara Croft-Abenteuer.

Spiele in der Turok-Reihe
- 1997 - Turok: Dinosaur Hunter
- 1998 - Turok 2: Seeds of Evil
- 1999 - Turok: Rage Wars
- 2000 - Turok 3: Shadow of Oblivion
- 2002 - Turok: Evolution
- 2008 - Turok
- 2015 - Turok: Dinosaur Hunter Remaster
- 2017 - Turok 2: Seeds of Evil Remaster
- 2023 - Turok 3: Shadow of Oblivion Remaster

Warum hat uns Turok damals fasziniert?
- Große 3D-Welten
- Im klassischen PC-Shooter liefen wir in dieser Zeit vor allem noch durch enge Gänge, wie in Doom, nicht so hier, wo wir auf große Level treffen, die uns auch regelmäßig in große Areale schicken.
- Waffenauswahl
- 13 Waffen bietet das Spiel. Sei es das Messer, die Pistole, die zwei Schrotgewehre, welche noch das eher übliche abdecken, aber auch den für das Spiel wichtige Bogen, das Chronoszepter und so allerlei Alienwaffen, die auch alle unterschiedlich wirken, so dass wir hier regelmäßig die Waffe durchwechseln (nicht nur, weil unsere Lieblingswaffe keine Munition mehr hat).
- Nebel, nichts als Nebel
- So schön das Spiel war, so wenig sah man zum Teil von der Welt. Natürlich kann man damit argumentieren, dass das Setting im Dschungel auch viel Nebel bieten kann, aber hier lag es wohl eher daran, dass das N64 und die Art der Programmierung der Engine zu der starken Nebelbildung führten.
- Orientierung?
- Große Level, viel Vertikalität, das ist an sich schön, mit den Teleportern und durch die schnelle Bewegung im Spiel ist es aber schnell möglich, die Orientierung zu verlieren.
- Atmosphärischer Dschungel
- Der Dschungel lebt, dafür sorgen vor allem die vielen kleinen Details, wie die Tiersounds, aber auch Affen, welche vor uns weglaufen und die Soundeffekte und das vernehmbare Trommeln im Hintergrund.
- Nicht nur Levelablaufen
- Hier rennen wir nicht nur Korridore runter, sondern müssen Schlüssel finden, Schalter betätigen und versuchen die vielen versteckten Gegenstände nicht zu übersehen.
- Die Gegnerauswahl
- Wilderer, Dinosaurier, aber auch Mischwesen mit einem hohen Androidenanteil und bizarre Kreaturen sorgen für viel Abwechslung.
- Neuheit auf Konsolen
- Einer der ersten wirklich guten 3D-Shooter auf Konsolen, auch wenn das Gameplay mehr bietet als nur den Standard-Shooter und durch die Sprungpassagen auch einige Erkundungselemente bietet.
- Hoher Widerspielwert
- Es ist fast unmöglich alle Secrets in einem Durchlauf zu finden, sodass das Spiel zu mehrmaligen Durchspielen anregt. Auch beim ersten Durchlauf müssen wir einige Level mehrfach angehen um alle notwendigen Schlüsselelemente zu finden.
- Dschungel-Setting
- Das Setting des Dschungels mit der Hinzugabe von Dinosauriern und Science-Fiction-Elementen ist neu und spannend. Natürlich nutzt es viele der Ideen aus den Comics und setzt diese geschickt ein, dennoch als Spiel, definitiv etwas außergewöhnliches.
- Respawnende Gegner
- Wenn wir Level mehrfach ablaufen, so müssen wir uns erneut gegen die gleichen Gegner wehren. Im Nightdive Remaster gibt es die Möglichkeit das Respawnen zu deaktivieren.
- Gegner KI
- Die Gegner stellen sich häufig nicht besonders intelligent an. Gegner, welche Granaten werfen, sprengen sich auch schon einmal selbst hoch, sie suchen keine Deckung, sie versuchen nicht zusammenzuarbeiten. Aber so bleibt das Tempo im Spiel immer angenehm hoch.
- Speichersystem
- Ein freies Speichern ist nicht möglich, in den Leveln gibt es wenig Speicherpunkte und auch wenig Kontrollpunkte. So führen Sturze und unglückliche Tode häufiger dazu, dass wir Passagen des Spiels erneut wiederholen dürfen.
- Wirklich viel Dschungel
- Der Dschungel ist für die damalige Zeit sehr schön umgesetzt, aber das Spiel bietet insgesamt (bis auf in den letzten Leveln) wenig grafische Abwechslung, da wir überwiegend im sehr ähnlich aussehenden Dschungel unterwegs sind.
- Entschärfung der deutschen Version
- Die deutsche Version des Spiels erschien mit einigen Einschränkungen. Es gab kein rotes Blut, Humanoide wurden durch Roboter ausgetauscht, Splatter-Effekte wurden entfernt und vieles mehr. Ausführliche Informationen dazu, finden sich bei Schnittberichte.com, welche wir am Ende der Seite verlinkt haben.
Im Nightdive Remaster erhalten wir die ungeschnittene Version.
Es macht ultra Spaß mal wieder in Tal´Seth´s Mokassins durchs verlorene Land zu hüpfen. Das letzte Mal hatte ich die Ehre noch auf der alten N64, als ich noch ein ganz junger Möchtegern-Turok war.

Die Spiele-Archäologen Wertung zu Turok
Ich hab dem Spiel damals keine wirkliche Chance gegeben,da ich es erst nach Half-Life und Unreal gespielt habe und es dadurch für mich veraltet war, auch mit seinem starken Einsatz von Nebel.
Wenn ich es aber bewerte zu dem eigentlichen Erschienungszeitpunkt, dann ist es ein wirklich gutes und schönes Spiel, auch wenn ich mir ein richtiges Remake wünschen würde.

Das alte Turok macht sowohl in seiner Originalform (aber bitte nur eine ungeschnittene Fassung) als auch in der, in die moderne Zeit geholten, Remaster-Fassung bis heute unglaublich Spaß. Der erste Turok war damals einer meiner ersten Shooter und bis heute liebe ich das Gameplay, das Suchen nach Geheimnissen und das Prügeln mit Dinos und Cyborgs. Definitiv gut gealtert ist der Schinken.

Wertung der Spiele-Archäologen: 8.50/10 Punkten
Links zum zurechtfinden im Nebel
- Turok Tests bei Kultboy
- Bei Kultboy.com finden sich Tests zur N64 und zur PC-Version von Turok.
- Turok bei Mobygames
- Informationen zum Spiel bei Mobygames
- Iguana Entertainment bei Mobygames
- Informationen zum Entwickler Iguana bei Mobygames.
- Turok Remaster bei Mobygames
- Informationen zum Turok Remaster der Nightdive Studios bei Mobygames.
- Schnittberichte zur deutschen Turok Version
- Da das Spiel in Deutschland stark zensiert erschienen ist, gibt es bei schnittberichte.com auch einen Bericht mit dn Änderungen.
- Cheats zu den Turok-Spielen
- Sollte eS Cheats benötigen, gibt es dieser hier.
- Turok - Comicverfilmung
- Informationen zur Turok Comicverfilmung bei IMDB.COM
- Turok Artikel bei Edge
- Turok Artikel auf der Webseite der Edge, abrufbar über archive.org.









